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Kirmes-Kalender

MI, 22. Juni 2011


15:00 - Happy Hour zum Kirmesauftakt
In den ersten beiden Kirmesstunden gibt es für die Besucher viele Vergünstigungen.

Das Warten hat sich gelohnt: Nach 359 Tagen Kirmespause geht der Rummel in eine neue Runde. Zum Auftakt der Fronleichnamskirmes 2011 laden die Schausteller von 15 bis 17 Uhr zur "Happy Hour" mit vielen Vergünstigungen.
17:00 - Feierliche Eröffnung
Bild von Feierliche Eröffnung
Zur Eröffnung der Fronleichnamskirmes sticht Oberbürgermeister Klaus Wehling das erste Bierfass an.

„Oa-zapft is“ – so heißt das legendäre Startsignal der Münchener Wiesn. In Sterkrade ist es nicht anders. Oberbürgermeister Klaus Wehling schlägt am Mittwoch, 22. Juni, um 17 Uhr im Gartenlokal „Zum armen Ritter“ (vor dem Technischen Rathaus) offiziell das erste Fass an. Ab 15 Uhr lockt die „Happy Hour“ mit vergünstigten Preisen auf vielen Fahrgeschäften zum Kirmes-Auftakt.
17:00 - Live-Musik beim Armen Ritter
Tanzmusik zur Kirmeseröffnung im Biergarten vor dem Technischen Rathaus mit der Partyband "2night" und Sängerin Luisa. Hits und Oldies am laufenden Band.

18:00 - Live-Musik bei der "Schwarzwald-Christl"
Live-Musik zum Kirmesauftakt mit der Band "best of five" bei der Schwarzwald-Christl" auf dem Neumarkt.

20:00 - Swing und Rock'n'Roll bei der
Live-Musik im Stil der wilden 50er und 60er mit Peter Grimberg bei der "Schwarzwald-Christl" auf dem Neumarkt.

DO, 23. Juni 2011


09:00 - Fronleichnamsprozession
Bild von Fronleichnamsprozession
Am Donnerstag beginnt die Kirmes traditionell mit dem Glockenläuten von St. Clemens nach der Fronleichnamsprozession.

Fronleichnamsprozession und Fronleichnamskirmes gehören zusammen wie Riesenrad und Rummelplatz. Die traditionelle Fronleichnamsprozession beginnt in diesem Jahr um 9 Uhr mit der Eucharistiefeier auf dem Neumarkt. Nach der Messe führt die Prozession über Ostrampe und Zilianplatz Richtung Bahnhofstraße. Die Statio ist an der Ecke Holtkampstraße/Bahnhofstraße, bevor die Prozession über Bahnhofstraße und Steinbrinkstraße zur Propsteikirche St. Clemens fortgesetzt wird.
17:00 - Live-Musik beim Armen Ritter
Ritter's beliebte Stimmungsmacher spielen auf: Live-Musik bis zum heutigen Kirmesschluss mit der Partyband "2night" und Sängerin Luisa. Die besten Hits der letzten 40 Jahre.

18:00 - Live-Musik bei der "Schwarzwald-Christl"
Live-Musik mit der Band "best of five" bei der "Schwarzwald-Christl" auf dem Neumarkt.

FR, 24. Juni 2011


11:00 - Seniorenfrühschoppen in der Schwarzwald-Christl
Lange Tradition hat der Seniorenfrühschoppen der Bezirksvertretung Sterkrade in der Schwarzwald-Christl

Bezirksbürgermeister Dieter Janßen und die Bezirksvertretung Sterkrade laden am Kirmes-Freitag traditionell Senioren aus verschiedenen Oberhausener Alteneinrichtungen zum gemütlichen Frühschoppen in die Schwarzwald-Christel ein (geschlossene Veranstaltung!).
17:00 - Live-Musik beim Armen Ritter
Discofox und Partysongs mit dem Duo "2night" im Biergarten vor dem Technischen Rathaus bis zum heutigen Kirmesende.

18:00 - Live-Musik bei der "Schwarzwald-Christl"
Live-Musik mit der Band "best of five" bei der Schwarzwald-Christl" auf dem Neumarkt.

SA, 25. Juni 2011


11:00 - Hits for Kids
Auf die jüngsten Kirmesfans warten heute viele Überraschungen.

Samstag ist traditionell der Sterkrader Familientag mit „Hits for Kids“. Den ganzen Tag werden Kinder auf der Kirmes mit kleinen Geschenken, Schminkaktionen und besonderen Darbietungen überrascht.
17:00 - Live-Musik beim Armen Ritter
Live-Musik mit der Oldie- und Coverband "Heartbeats" im Biergarten vor dem Technischen Rathaus (bis zum heutigen Kirmesende)

18:00 - Live-Musik bei der "Schwarzwald-Christl"
Live-Musik mit der Band "best of five" bei der "Schwarzwald-Christl" auf dem Neumarkt.

20:00 - Swing und Rock'n'Roll bei der "Schwarzwald-Christl"
Live-Musik im Stil der wilden 50er und 60er mit Peter Grimberg bei der "Schwarzwald-Christl" auf dem Neumarkt.

SO, 26. Juni 2011


16:00 - Live-Musik beim Armen Ritter
Live-Musik mit der Partyband "2night" und Sängerin Luisa im Biergarten vor dem Technischen Rathaus (bis zum heutigen Kirmesende)

18:00 - Live-Musik bei der "Schwarzwald-Christl"
Live-Musik mit der Band "best of five" bei der "Schwarzwald-Christl" auf dem Neumarkt.

MO, 27. Juni 2011


17:00 - Großer Abschlussabend beim
Abschlussparty mit dem Duo "2night" und Disco mit DJ Tom im Biergarten vor dem Technischen Rathaus (bis zum Kirmesende)

18:00 - Live-Musik bei der
Live-Musik zum Kirmesabschluss mit der Band "best of five" bei der "Schwarzwald-Christl" auf dem Neumarkt.

23:00 - Großes Abschlussfeuerwerk
Bild von Großes Abschlussfeuerwerk
Traditionell bedanken sich Veranstalter und Schausteller bei ihren Besuchern mit einem großem Abschlussfeuerwerk.

Traditionell bedanken sich Schausteller und die Stadt Oberhausen als Veranstalterin der Fronleichnamskirmes bei den Besuchern mit einem knapp 15minütigen Höhenfeuerwerk. Beste Sicht auf das Feuerwerk besteht auf dem Neumarkt und natürlich von hohen Fahrgeschäften aus.

Sonstige Termine


12:00 - Rätsel gelöst: Die Kirmes ist 182 Jahre alt
Bild von Rätsel gelöst: Die Kirmes ist 182 Jahre alt
Heimatforscher haben herausgefunden: Die Fronleichnamskirmes fand im Juni 1829 zum ersten Mal in Sterkrade statt. Dies belegen Urkunden aus dem Landesarchiv.

Fronleichnam ist Kirmes in Sterkrade. Diese Erkenntnis gilt „seit Generationen“. Wann die Fronleichnamskirmes jedoch zum ersten Mal im Schatten der Clemenskirche abgehalten worden ist – darüber konnte bisher nur spekuliert werden.

Bisher! Denn zwei ambitionierte Heimatforscher aus dem Oberhausener Norden brachten jetzt Licht ins Dunkel der Kirmesgeschichte. Thomas Pawlowski-Grütz und Peter Gnaudschun stießen bei Recherchen zur Geschichte der Königshardt im Landesarchiv NRW auf einen Schriftwechsel, der den Ursprung der Sterkrader Fronleichnamskirmes klar beschreibt.

Danach feiert die Sterkrader Fronleichnamskirmes 2011 ihren 182. Geburtstag. Und das kam so …
Es war gerade ein paar Tage nach Aschermittwoch des Jahres 1825, als Bürgermeister Friedrich Anton Meurs einen Antrag an den zuständigen Landrat des Kreises Duisburg aufgesetzt hatte. Meurs unterschrieb sein Schriftstück am 21. Februar 1825, einem Montag. Anlass für seinen Antrag war eine gewisse Unzufriedenheit in Sterkrade, das zu seiner Bürgermeisterei Holten-Beeck gehörte. In Sterkrade war man unzufrieden, weil es nur einen einzigen Markttag gab.

Bürgermeister Meurs hatte deshalb geschrieben, dass „die Gemeinde Sterkrade, welche bisher nur einen Markttag im Herbste halte, [..] schon früher und neuerdings wiederholt den Wunsch geäußert [hat], dass ein zweiter Jahrmarkt am Tage des Fronleichnams-Festes, dieses Jahr auf den 2.6. fallend, und den folgenden Tag Viehmarkt angeordnet werde.“

Ein zweiter Markttag in der Gemeinde - der „Markttag im Herbste“ fand traditionell am 26. September statt - schien tatsächlich nicht zu viel für einen aufstrebenden Industrieort wie Sterkrade. In jenen Jahren zog die Gutehoffnungshütte immer mehr Menschen an und entsprechend rasch stieg auch die Einwohnerzahl: Lebten 1810 gerade 457 Menschen in Sterkrade, waren es 1823 bereits 1138 Einwohner, 1837 waren es 1477!

Was war also gegen den Wunsch nach einem zweiten Markttag einzuwenden in einer Zeit, als der Wochenmarkt in Sterkrade noch in ferner Zukunft lag [die Bezirksregierung genehmigte einen wöchentlichen Markt für Sterkrade am 9. Oktober 1835]?

Der Landrat zu Duisburg, Anton Devens, blieb dem Bürgermeister von Holten-Beeck zunächst eine Antwort schuldig. Stattdessen leitete er das Schreiben weiter nach Düsseldorf, an die Bezirksregierung. Das Schreiben traf dort im März ein - und wurde prompt abschlägig beantwortet. Die Bezirksregierung beauftragte den Landrat, das den Behörden in Holten-Beeck mitzuteilen. Und sie hatte ihre Ablehnung auch begründet: „Die Zahl der in unserem Verwaltungsbezirk vorhandenen Kram- und Viehmärkte ist bereits so übermäßig groß, dass zur Belebung des Verkehrs weit mehr ihre Verminderung als Vermehrung zu wünschen ist. Wir können daher das Gesuch der Gemeinde Sterkrade und zwei neue Jahrmarktstage keineswegs ihrem wahren Interesse angemessen finden, und beauftragen Sie, hiernach dieselbe abschlägig zu bescheiden.“

Es blieb also vorerst dabei – Sterkrade behielt seinen Markt im Herbst, und an Fronleichnam zog die Prozession durch die Gemeinde, ungestört von Markt- und Händlerständen. Doch der Wunsch blieb. Bürgermeister Meurs jedenfalls fand eine Lösung, die, wie er vielleicht vermutete, allen Beteiligten entgegen kam: Kurzentschlossen verlegte er selbst den Markttag.

Damit folgte er einerseits der Argumentation seiner vorgesetzten Behörden, denn weiterhin gab es nur einen Markt in Sterkrade, und zugleich entsprach er andererseits den Wünschen der Sterkrader, die ja ihren Jahrmarkt an Fronleichnam halten wollten. Nur vergaß der Bürgermeister, seine Lösung auch durch Bezirksregierung und Landrat genehmigen zu lassen!

Ans Tageslicht kam diese Eigenmächtigkeit, als sein Amtsnachfolger über den Verwaltungsakten brütete. Bürgermeister Ernst Beudel war erst seit kurzem im Amt nach dem plötzlichen Tod seines Amtsvorgängers Meurs (1830). Während Ernst Beudel intensiv die Marktverzeichnisse seiner Gemeinde prüfte, stolperte er über einen Eintrag vom 11. November 1829. Dort hieß es doch tatsächlich, in Sterkrade würde Fronleichnam Markt gehalten. Weitere Recherchen ergaben, dass in der Tat „der Jahrmarkt zu Sterkrade seit dem Jahre 1829 nicht mehr am 26. September, sondern am Fronleichnamsfeste gehalten“ wurde. Der Jahrmarkt in Sterkrade hatte also an Fronleichnam, am 18. Juni 1829, stattgefunden! Nur fand Bürgermeister Beudel nirgendwo die obrigkeitliche Verfügung, die eine Verlegung des Marktes angeordnet hatte.

Beudel entschloss sich, den Dienstweg zu beschreiten, und unterbreitete diese Angelegenheit dem Landrat. Landrat Devens konnte seinerseits nur feststellen, die Verlegung sei „ohne die erforderliche Genehmigung von dem verstorbenen Bürgermeister Meurs willkürlich angeordnet“ worden, und er leitete den Vorgang wieder ordnungsgemäß weiter nach Düsseldorf.
Die Bezirksregierung sah sich offenbar vor vollendete Tatsachen gestellt, aber sie genehmigte mit ihrer Verfügung vom 24. August 1833 die Verlegung des Jahrmarktes – und genehmigte so den Beginn einer Tradition, die Fronleichnam 1829, also am Donnerstag, den 18. Juni, durch eigenmächtiges Handeln des Bürgermeisters Friedrich Anton Meurs ihren Anfang genommen hatte.

Somit hat Sterkrade seinen Jahrmarkt, der sich aus einer uralten Tradition entwickelt hatte, erstmals 1829 an Fronleichnam durchgeführt. Und was damals eher beschaulich als Kram- und Viehmarkt mit „sechs bis acht Krämern“ (so ein Dokument von 1831) begann, hat sich bis heute zu einem Ereignis entwickelt, das Jahr für Jahr Millionen Besucher anlockt und „in den letzten Jahren zu einer der größten Innenstadt- und Straßenkirmessen Deutschlands“ geworden ist – ein liebenswerter Publikumsmagnet, der sogar „Besucher aus den Niederlanden und aus Belgien“ anlockt: Das schönste Volksfest, das es gibt, es begann am 18. Juni 1829.

12:00 - Buch zur Kirmes erschienen
Bild von Buch zur Kirmes erschienen
Die Sterkrader Fronleichnamskirmes hat viele schöne Seiten. Jetzt auch in Buchform: Pünktlich zur Fronleichnamskirmes erscheint im Oberhausener Verlag Karl Maria Laufen ein 102seitiger, farbig bebilderter Band über das traditionsreichste und größte Oberhausener Volksfest.

Die Sterkrader Fronleichnamskirmes hat viele schöne Seiten. Jetzt auch in Buchform: Pünktlich zur Fronleichnamskirmes erscheint im Oberhausener Verlag Karl Maria Laufen ein 102seitiger, farbig bebilderter Band über das traditionsreichste und größte Oberhausener Volksfest. Es ist zum Preis von 15,00 Euro im Kirmesbüro an der Brandenburger Straße (Höhe Riesenrad Bellevue), in der Buchhandlung Laufen (Schwartzstraße 54) sowie kurzfristig auch in allen Oberhausener Buchhandlungen erhältlich. Herausgeber ist die Werbegemeinschaft Oberhausener Kirmessen.

Die Kirmesfans erwartet ein Buch, das neben einem historischen Teil, aktuellen Interviews mit Schaustellern und viel Fotomaterial vor allem auch Geschichten und Anekdoten von Kirmesfans aus Sterkrade, Oberhausen und Umgebung enthält.

Mit dem langjährigen WAZ-Redakteur und enthusiastischen Kirmes-Chronisten Michael Schmitz konnte das Redaktionsteam einen ausgewiesenen Kenner und Liebhaber gewinnen, der sich sofort bereit erklärte, den historischen Abriss zu übernehmen. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, seinen Part zu Ende zu bringen - er verstarb Ende 2010. Aber sein Artikel für das städtische Jahrbuch „Oberhausen 2000“ war es allemal wert, Teil des neuen Kirmesbuches zu werden.

Insgesamt 28 Beiträge waren das Ergebnis eines öffentlichen Aufrufs, Geschichten und Anekdoten rund um den ältesten Oberhausener Rummel beizusteuern. 15 Beiträge wählte eine Jury aus Apostolos Tsalastras (Kulturdezernent der Stadt Oberhausen), Dr. Helen Sibum (Leiterin der NRZ-Redaktion), Rainer Suhr (Leiter der Pressestelle der Stadt Oberhausen), Hans-Dietrich Kluge-Jindra (kommissarischer Leiter der Stadtbibliothek) sowie Wilhelm R. Kurze (Buchhändler und Verleger) für das Sterkrader Kirmesbuch sowie drei Preisträger aus.

Die aktuellen Schaustellerinterviews führte der langjährige NRZ-Redakteur Gustav Wentz. Historische Fotos und preisgekrönte Aufnahmen aus dem Kirmesfotowettbewerb 2009 illustrieren die Geschichten.